CVJM
Talkgenerator - Hauptamtlich im CVJM

Schön, dass ihr da seid!

Dieses Tool hilft euch, Rollen im CVJM besser zu klären, besonders im Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt. Es lädt zur Selbstreflexion und zum Austausch ein. Offene Fragen und mögliche Spannungen können so frühzeitig sichtbar werden. Schaut vor dem Start kurz in die Gebrauchsanweisung.

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CVJM TalkBox

Gebrauchsanweisung

Die TalkBox ist ein präventives Reflexions- und Gesprächswerkzeug für die Rollenklärung zwischen Ehren- und Hauptamt. Sie lässt sich in ganz unterschiedlichen Settings einsetzen. Es gibt keine richtigen Antworten, nur ehrliche.

Wofür sie gedacht ist

Einsatz-Settings

  • Im Fachaufsichtsgespräch zwischen einer ehrenamtlichen (EA) und einer hauptamtlichen (HA) Person im 1:1-Gespräch.
  • Im EA-Vorstand, um sich über das eigene Rollenbild klar zu werden und wie man die Rolle des HA sieht.
  • In einer Hauptamtlichenrunde (z. B. beim kreisweiten Treffen), um zu reflektieren, woher gewisse Spannungen und Fragestellungen kommen.
  • In einer größeren „gemischten" Runde mit mehreren EA und HA gemeinsam (z. B. bei einer Ausschusssitzung).
Achtet in gemischten Runden auf eine gute Balance beider Sichtweisen – vor allem bei großem Ungleichgewicht in der Personenzahl. Nicht geeignet ist das Tool für Gespräche eines mehrköpfigen ehrenamtlichen Vorstands mit nur einer hauptamtlichen Person (oder umgekehrt).
Bevor es losgeht

Grundannahmen für ein Gespräch

Damit so ein Gespräch überhaupt funktionieren kann, sollten sich beide Seiten auf einige Grundannahmen einigen:

  • Bereitschaft, sich für andere Sichtweisen zu öffnen, zuzuhören, „in den Schuhen der anderen Rolle zu gehen".
  • Haltung: „Wir heißen alle Sichtweisen willkommen."
  • Wir unterstellen der oder dem Anderen gute Absichten.
  • Ich gebe nur so viel von mir preis, wie ich bereit bin zu teilen.
  • Wir hören einander zu und lassen die andere Person ausreden.
Methodischer Vorschlag
Gesamt 70–90 min

Musterablauf

Check-In

10 min

Zum allgemeinen Ankommen – kann entfallen, wenn es Teil einer längeren Agenda ist. Gute Vorlagen findet ihr in den Talk-Boxen des Neukirchener Verlags oder im Check-In-Generator.

Vorbereitungen

5 min
  • Bei Runden ab mehr als 4 Personen eine Gesprächsmoderation festlegen.
  • Im Umschalter festlegen, aus welcher Perspektive (Hauptamt oder Ehrenamt) ihr die Fragen bearbeitet.
  • Auf ein Start-Thema einigen und die passende Kategorie im Filter setzen.
  • Klären, ob in fester Reihenfolge oder freier ins Gespräch gegangen wird. Für Letzteres empfiehlt sich eine erfahrene Gesprächsführung, die auf ausgewogene Gesprächsanteile achtet.
Bei „Beide" werden alle Fragen aus beiden Perspektiven angezeigt, ohne dass die Perspektive ersichtlich wird – ideal für gemischte Gruppen. Tipp: erst auf eine Perspektive festlegen; in einer weiteren Runde ist es z. B. für Ehrenamtliche hilfreich, die Fragen aus Sicht der Hauptamtlichen anzugehen (und umgekehrt).

Austausch & Diskussionsrunde

20 min
  • Eine Person schaltet die nächste Frage frei und antwortet bzw. nimmt Stellung. Danach die nächste Person – reihum.
  • Nach einer Runde kann eine zweite Reaktionsrunde auf das Gesagte folgen – hier darf die feste Reihenfolge aufgehoben werden.
  • Option Perspektivwechsel: Wo es hilfreich wäre, kurz die gleiche Frage aus Sicht der anderen Gruppe beantworten – oder solche Fragen sammeln und am Ende gemeinsam behandeln.
Antworten bewusst aus der eigenen Perspektive in Ich-Botschaften formulieren und kurz halten – 1–2 Sätze reichen für die erste Runde. Wer sich zu einer Frage nicht äußern möchte, sagt einfach „weiter".

Weitere Kategorien

20–40 min

Ein oder zwei weitere Kategorien auswählen und wie in der Austausch- und Diskussionsrunde verfahren.

Zusammenfassung

10 min

Teilt in einer Abschlussrunde miteinander …

  • … wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Rollenverständnis sichtbar wurden.
  • … wo ihr euch bestätigt seht und wo ihr zu neuen Erkenntnissen gekommen seid.
  • … welche Fragen unbeantwortet geblieben sind und was zu kurz gekommen ist.

Verabredung zur Weiterarbeit

10 min

Teilt miteinander, an welchen Fragestellungen und Themen ihr weiterarbeiten wollt – und verabredet konkrete Schritte.

Wenn's schwierig wird

Was, wenn ein Konflikt entsteht?

Entscheidend ist die Grundhaltung, dass es gut und hilfreich ist, unterschiedliche Sichtweisen zu teilen – ohne dass einer Seite eine absolute Deutungshoheit zugesprochen wird.

Hilfreich ist, sich zu Beginn auf Grundregeln (siehe Grundannahmen) zu einigen und die eigene Perspektive in Ich-Botschaften zu beschreiben.

Treten dennoch Konfliktpunkte deutlich zutage, ist es wichtig, sie zu benennen. Dazu unterbricht die Moderation die Runde kurz und gibt der Situation möglichst neutral eine Überschrift. Klärt dabei, ob es ein bilateraler Konflikt ist oder einer, der die Gesamtgruppe betrifft.

Anschließend verabreden, an welcher Stelle und wann der Konflikt ggf. mit externer Hilfe (z. B. Moderation oder Mediation) bearbeitet wird.

Zum Schluss bewertet die Gruppe gemeinsam, ob mit anderen Fragen fortgefahren werden soll – oder ob das gerade nicht mehr störungsfrei möglich ist.